Gemeindeversammlung zum Projekt „Kulturkirche Liebfrauen“ - Evangelische Kirchengemeinde St. Sylvestri und Liebfrauen, Wernigerode

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Gemeindeversammlung zum Projekt „Kulturkirche Liebfrauen“

Am Dienstag, dem 19. September 2017 fand um 19 Uhr eine Gemeindeversammlung zum
Projekt „Kulturkirche Liebfrauen“ in der Liebfrauenkirche statt. Die Bemühungen der Kirchengemeinde um den Verkauf und eine neue Nutzung der Liebfrauenkirche als Kulturkirche
haben inzwischen Gestalt angenommen. Der Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Sylvestri- und Liebfrauen Siegfried Siegel informierte die Teilnehmer über die bisher vollzogenen Schritte der Kirchengemeinde im Blick auf den Verkauf der Kirche und ihre zukünftige Nutzung, die zwischen der Kirchengemeinde und der Kulturstiftung vertraglich festgelegt wird. Im Vertragsentwurf sind 4 freie Nutzungstermine im Jahr für die Kirchengemeinde vorgesehen. Die Teilnehmer äußerten ihren Dank für Herrn Siegels Engagement in Gesprächen und Verhandlungen.
Der Vorsitzenden der Kulturstiftung Wernigerode, Rainer Schulze, der auch im Namen des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode sprach, erläuterte die Schritte der Kulturstiftung, welche die Kirche als Kulturzentrum erwerben möchte. Auch die Nutzung eines Teils des Gebäudes Liebfrauenkirchhof 3 und 4 ist in das Projekt einbezogen.
Die Entwicklung der bisher erfolgten Verhandlungen war für alle Teilnehmer gut nachvollziehbar. Für Rückfragen gab es ausreichend Gelegenheit. Vor allem die Zukunft der wertvollen Sauer-Orgel, für deren Sanierung die Kirchengemeinde seit mehr als einem Jahr sammelt, bewegte die Gemüter. Sie wird im Eigentum der Kirchengemeinde bleiben, aber auch der Nutzung durch die Kulturstiftung zur Verfügung stehen.
Fragen nach einer möglichen Konkurrenz zwischen den in den Stadtgemeinden geplanten Kirchenmusik und Veranstaltungen der Kulturstiftung wurden mit dem Hinweis auf eine von Anfang an fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Kantorenpaar Engel beim Projekt „Kulturkirche Liebfrauen“ beantwortet. Positives Echo fand auch die Tatsache, dass die Fürstenloge, der Altar, die „Priechen“ (Seitenlogen im Erdgeschoss) und die Emporen erhalten bleiben sollen. Das seltene und erhaltenswürdige Gestühl soll ausgebaut und eingelagert werden, in der Hoffnung, dass sich eine interessierte Kirchengemeinde findet.
Die Architektin Magrit Hottenrodt, die sich seit Jahren mit möglichen Nutzungskonzepten für die Liebfrauenkirche beschäftigt hat, stellte ein Modell der „Kulturkirche Liebfrauen“ vor. Sie
wies auf die beiden zukünftigen Achsen der Kirche hin: die „Glaubensachse“ zwischen Altar und Fürstenloge mit dem Kreuz  und die „Kulturachse“ zwischen Orgel und Burgstraßeneingang. Dort soll ein gläserner Anbau als Eingangsbereich entstehen. Der mögliche neue Eigentümer beteiligt sich gemeinsam mit der Architektin an einem Wettbewerb.
Bei Erfolg stehen 80 % Förderung des Projektes in Aussicht. Die Anträge müssen bis März 2018 eingereicht werden. Die Umsetzung des Projektes hängt wesentlich von dieser Förderung ab.
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